Erloeserkirche
28.05.2017

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Dezember 2009

Weihnachtsoratorium in der Erlöserkirche am 25. Dezember 2009

Gleich von mehreren europäischen Fernsehstationen, darunter dem Österreichischen Fernsehen (ORF) und dem Schweizer Fernsehen, wurde dieses Jahr das Weihnachtsoratorium aus Bethlehem und Jerusalem in die ganze Welt gesendet:
Vom Züricher Opernhaus mit seinem Intendanten Alexander Perreira und dem Orchester "La Scintilla" unter der Leitung von Riccardo Chailly wurden zunächst am Heiligabend in Bethlehem die Kantaten 1-3 zur Aufführung gebracht.
Am Ersten Weihnachtstag, dem 25. Dezember, folgten dann die Kantaten 4-6 in unserer Erlöserkirche zu Jerusalem.



Foto von der Generalprobe am 23.12.2009 in der Erlöserkirche. Weitere Bilder der Generalprobe finden Sie, wenn Sie im Menue rechts unter dem Punkt "Archivierte Nachrichten" die Unterrubrik "Weihnachtsoratorium 2009" anklicken.

Weitere Infos:
- aus dem Spielplan des Opernhauses ZĂĽrich,
- Interview mit Riccardo Chailly ĂĽber das Konzert


Achtung - in unserem letzten Gemeindebrief wurde ein falscher Terminkalender fĂĽr Latrun abgedruckt. Den richtigen Terminkalender fĂĽr Dezember 2009 bis Februar 2010 finden Sie hier. (Klick auf diesen Satz)



WeihnachtsgruĂź aus Jerusalem

Dieses Land ist immer wieder für Überraschungen gut. Selbst für eine Erlöserkirche im Niemandsland. Oder genauer: Am Qalandia-Checkpoint.



Der Qalandia-Checkpoint zwischen Jerusalem und Ramallah gehört wohl zu den trostlosesten Ecken Israels und Palästinas. Eine Wüstenei aus Beton, Müll, Dreck und Wachtürmen, die geschwärzt sind von Farbbeuteln und Brandsätzen. Lange Autoschlangen stauen sich hier, zwischen denen verwahrloste palästinensische Kinder versuchen, sich mit dem Waschen von Autoscheiben oder dem Verkauf von Kaugummis ein paar Schekel zu verdienen.
Mittendrin steht da nun seit ein paar Tagen diese riesige Plakatwand, die mit einem Zitat aus einem populären Lied der Fayrouz für die Abschlussveranstaltung zu den Feiern Jerusalems als arabischer Kulturhauptstadt wirbt. Das Plakat zeigt ein Panorama der Jerusalemer Altstadt von der Grabeskirche bis zum Felsendom. Und mittendrin: die Erlöserkirche.
Die israelischen Behörden haben es das ganze Jahr über nicht geduldet, dass Jerusalem als "arabische Kulturhauptstadt" gefeiert wurde. Ob die israelischen Soldaten das Plakat unter ihrem Wachturm (wenn auch auf palästinensischer Seite) lange stehen lassen werden?
Für mich ist das Plakat ein Weihnachtsbild: Die Erlöserkirche in einer solch trostlosen Landschaft - das ist wie das Kind in der Krippe zu Bethlehem. Der Wind wird dort genauso kalt geweht haben, und die Menschen werden sich in gleicher Weise nach Trost gesehnt haben. Auf diesen Trost hoffen wir bis heute. Zugleich strahlt das Bild unserer Kirche gerade an diesem Ort so viel Wärme aus, die fast an eine Krippenszene erinnern mag. Ob die Menschen in unserer Kirche auch etwas vom Trost Gottes spüren?
Uwe Gräbe



WeihnachtsgruĂź an unsere Freunde und Partner:



"Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein groĂźes Licht." (Jesaja 9,1)
Liebe Partner, Freundinnen und Freunde,
Im Namen der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache zu Jerusalem, der Evangelischen Jerusalem Stiftung und der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung wĂĽnsche ich Ihnen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und ein glĂĽckliches neues Jahr (weiterlesen...)




Advent 2009 in Jerusalem

Mittlerweile ist es eine gute Tradition: In der Woche vor dem Ersten Advent traf sich eine Gruppe aktiver Gemeindeglieder auf dem Sternberg in Ramallah zum Binden der Adventskränze.



So genossen wir die Gastfreundschaft des Teams vom Sternberg-Rehabilitationszentrum (http://www.starmountain.org/) und waren bald von mehreren Gruppen der Sternberg-Bewohner umringt, die mit Hand anlegten, um das frische Zypressengrün, welches es hier gibt, in herrliche Kränze zu verwandeln.
Verkauft wurden die Ergebnisse dieser Arbeit am folgenden Samstag auf unserem Adventsbasar an der Erlöserkirche.
Die Erträge des Basars kommen in diesem Jahr dem palästinensischen Seniorenwohnheim "Notre Dame des Douleurs" in Abu Dis sowie dem Tov Lada'at Stipendienprogramm für afrikanische Flüchtlinge in Israel zugute.



Am dritten Advent feierten wir schließlich ganz unter uns, im kleineren Gemeindekreis. Mit Christstollen aus Deutschland sowie Sufganiyot, dem traditionellen Gebäck zum jüdischen Channukka-Fest, war dabei für das leibliche Wohl reichlich gesorgt.