Erloeserkirche
29.03.2017

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November / Dezember 2010

25. Dezember: Ein Gruß zu Weihnachten und zum neuen Jahr

Ein Ausschnitt aus unserem Gemeindebrief Nr. 4/2010: Seiten 1 bis 8


Weihnachtsgruß 2010

Liebe Feundinnen und Freunde,

aus der Jerusalemer Altstadt senden wir Ihnen die herzlichsten SegenswĂŒnsche zum Weihnachtsfest und zum neuen Jahr 2011.
Zugleich möchten wir Ihnen auf diesem Wege fĂŒr alle Ihre Verbundenheit danken. Das zurĂŒckliegende Jahr war ein gutes Jahr fĂŒr uns: die 100-Jahr-Feiern der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung, die Renovierung und Wiedereinweihung des Kaisersaals, die Fertigstellung und Eröffnung der neuen Etage unseres GĂ€stehauses; die Auffindung, Versetzung und Wiedereinweihung des „Schneller-Altars“ – und zuletzt unser internationales Schneller-Symposium, welches zum 150jĂ€hrigen JubilĂ€um des „Syrischen Waisenhauses“ Israelis, PalĂ€stinenser und Deutsche zu einer intensiven Begegnung zusammenfĂŒhrte: Wir sind reich beschenkt worden. Zudem haben wir noch nie so viele Besucher empfangen wie in diesem Jahr.
Möge Ihnen und uns allen nun ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest geschenkt sein. Und möge uns das neue Jahr auch einem Frieden im Nahen Osten nÀherbringen. Die immer massivere Trennung zwischen Israelis und PalÀstinensern tut weh. Möge es daher viele Momente der Begegnung und der Versöhnung geben!



Weihnachtsbaum und Krippe in der Erlöserkirche 2010


To all of our friends, we wish a happy Christmas and a blessed new year 2011. We are thankful for all of the blessings we received in 2010, and we continue to work and pray for peace, justice, and reconciliation in the Middle East.
May the Child of Bethlehem fill you with all joy and peace!
Sincerely / mit herzlichen WeihnachtsgrĂŒĂŸen,

Das Team von
Evangelisch in Jerusalem /
The German Protestant Institutions in the Holy Land



24. Dezember 2010: Einlass zur Christmette in die Erlöserkirche erstmals mit Eintrittskarten geregelt

Erstmals haben wir in diesem Jahr den Einlass zur Christmette mit kostenlosen Eintrittskarten geregelt, wie unten (im braunen Kasten) angekĂŒndigt. Grund dafĂŒr waren unsere Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, die Sie hier nachlesen können. Die ĂŒberwiegende Anzahl der Reaktionen auf dieses Verfahren war sehr positiv: Die AtmosphĂ€re in der sehr gut gefĂŒllten Kirche war spĂŒrbar besinnlicher als in den vergangenen Jahren. Dennoch hat es auch einige EnttĂ€uschung gegeben bei denen, die keine Eintrittskarte mehr "ergattern" konnten. Dies tut uns leid, und wir können nur um VerstĂ€ndnis bitten. Unseres Erachtens ist dieses Verfahren fairer als das "freie Spiel der KrĂ€fte" in vergangenen Jahren, in dessen Folge ja auch viele Menschen keinen Platz mehr in der Kirche gefunden hatten.

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Interessenten an unseren Gottesdiensten,
durch die Erfahrungen der letzten Jahre sehen wir uns gezwungen, dass Einlasssystem zu der Christmette, am 24. Dezember 2010, 22.30 Uhr durch Gratis-Tickets zu regeln.
Die Tickets können bis zum 15. Dezember (unter propstei@redeemer-jerusalem.com, 02-6266800 erbeten) und bis zum 21. Dezember 2010 zu den regulĂ€ren Öffnungszeiten in der Propstei abgeholt werden.
Gemeindeglieder werden gebeten bis zum 15. Dezember 2010 Bescheid zu geben, ob sie Tickets möchten, oder nicht.
FĂŒr Ihr VerstĂ€ndnis und die Mithilfe dankt Ihnen
Ihr Team von „Evangelisch in Jerusalem“


Link: Die Predigt in der Christmette von Propst Uwe GrÀbe (Göttinger Predigten im Internet)



5. bis 10. Dezember 2010: Kunstprojekt an der Erlöserkirche


Die Steinpyramide im Kreuzgang - und die Mitwirkenden (Foto: Andrea Krogmann, Kipa)


Im Rahmen der „Eternal Tour 2010“ (www.eternaltour.org), einem internationalen Kunstfestival, das fĂŒr eine Woche in Ramallah und Jerusalem stattfand, hat die junge schweizer KĂŒnstlergruppe KLAT (www.klat.ch) im Kreuzgang der Propstei ihre Steininstallation „Listen to Stones“ prĂ€sentiert.
Dabei kamen vor allem Steine aus unserer Grabungserschließung unter der Erlöserkirche zum Einsatz, die am 2. Adventssonntag gemeinsam von Gemeindegliedern und den KĂŒnstlern zur Installation errichtet und am Montag im Rahmen des Kunstfestivals zeitweise auf den DachĂŒbergang transferiert wurden.
Dabei kam es auch zu einer neuen Wortschöpfung durch Jonathan GrĂ€be, der die Installation mit grĂŒnen BlĂ€ttern verzierte und "Steinachtsbaum" nannte.


28. bis 30. November: Besuch des BundesprÀsidenten

Ende November besuchte der PrÀsident der Bundesrepublik Deutschland, Christian Wulff, Israel und die PalÀstinensischen Gebiete. Dabei zeigte er auch an der Arbeit der Kirchen vor Ort ein hohes Interesse:

Am Ersten Advent, dem 28. November, nahm BundesprĂ€sident Wulff an einem ökumenischen Adventssingen in der Dormitio-Abtei teil. In seiner Ansprache wĂŒrdigte er hier das Engagement der Kirchen fĂŒr Frieden und Versöhnung. Nur wer sich seiner eigenen IdentitĂ€t bewusst sei, könne BrĂŒcken zum Anderen bauen.
(Links zu: Bericht des Deutschen Vereins vom Heiligen Land, Bericht der Dormitio-Abtei, Fotogalerie der Dormitio-Abtei, Grußwort von Propst GrĂ€be an den BundesprĂ€sidenten.)

Am 29. November lud BundesprĂ€sident Wulff zunĂ€chst eine große Anzahl von jungen Freiwilligendienstleistenden zu einem Empfang in das Kind David Hotel ein. Auch unsere "Volos" Ronja, Sebastian, Florin und Konstanze nahmen an dieser Begegnung teil. Lesen Sie dazu im Blog von Sebastian Leib oder im Blog von Florin Wahl.

Anschließend traf sich der BundesprĂ€sident zu einem vertraulichen GesprĂ€ch mit sechs evangelischen und katholischen Kirchenvertretern, darunter Professor Vieweger und Propst GrĂ€be. Darin wurden unter anderem Fragen der Visaerteilung fĂŒr VolontĂ€re und der Situation an den israelischen MilitĂ€rkontrollpunkten in der Westbank angesprochen. Der BundesprĂ€sident sagte zu, solche Punkte, die die Arbeit der Kirchen unmittelbar betreffen, auch gegenĂŒber seinen israelischen GesprĂ€chspartnern zu thematisieren.


Begegnung des BundesprÀsidenten mit Kirchenvertretern, 29.11.2010. Foto (c) Deutsche Botschaft Tel Aviv


Am 30. November schließlich besuchte der BundesprĂ€sident auch die Schule Talitha Kumi in Beit Jala und wĂŒrdigte damit die evangelische Schularbeit in PalĂ€stina. Lesen Sie hier einen Bericht der Talitha Kumi Schule.


Festwochenende am Ersten Advent

Am ersten Adventswochenende feierten die Einrichtungen von "Evangelisch in Jerusalem" gleich drei Feste: Die neue Etage unseres GĂ€stehauses wurde am Freitag, 26. November 2010 mit einem Empfang auf der Dachterrasse eingeweiht, samstags lud die Erlöserkirche zum traditionellen Adventsbazaar ein, und auf der Auguste Victoria fand am ersten Advent ein internationales Symposium zur Geschichte und Gegenwart der Schnellerschen Einrichtungen im Nahen Osten statt - an dessen Ende wir den historischen Schneller-Altar, den wir kĂŒrzlich haben bergen können, feierlich wieder in Dienst gestellt haben:

Freitag, 26. November 2010, 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr: Tag der offenen TĂŒr im GĂ€stehaus




Mit einem Empfang und einem Tag der Offenen TĂŒr haben wir die neue Etage, die wir im Mai nach jahrelanger Bauzeit haben in Betrieb nehmen können, nun auch offiziell eröffnet. Hiermit stehen unseren GĂ€sten neun wunderschöne neue Zimmer zur VerfĂŒgung; fĂŒnf davon mit einem einzigartigen Blick ĂŒber das christliche Viertel mit Grabeskirche und Erlöserkirche, die vier anderen mit Ausblick auf die Kuppel der Hurva-Synagoge.



Die Einladung zum Tag der Offenen TĂŒr
Eine InformationsbroschĂŒre ĂŒber unser GĂ€stehaus


Am Samstag, 27. November 2010, fand der traditionelle Adventsbasar an der Erlöserkirche statt







Sonntag, 28. November 2010, 14:00 Uhr bis 21:15 Uhr: Symposium: SCHNELLER - A Living Heritage in the Middle East

Das Symposium fand auf dem GelĂ€nde der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung auf dem Ölberg statt.



In mehreren Foren zu den Themengebieten "Die Geschichte des Ortes", "Nationale und Religiöse Dimensionen", sowie "Gegenwart und Zukunft" traten israelische, palÀstinensische und deutsche Referenten miteinander in einen lebendigen Dialog.



Zu den Vortragenden gehörten (von links nach rechts: Pfr. Andreas Maurer, Dr. Eyal Jakob Eisler, Rev. Dr. Miri Raheb, Prof. Haim Goren, Arch. Gil Gordon, Musa Almunaizel, Dr. Nazmi Al-Jubeh, OKR Jens Nieper und (nicht im Bild:) Arch. Ilan Kariv; Foto: Katja Baur.



Dr. Eyal Jakob Eisler und Pfr. Andreas Maurer lauschen einem Vortrag


FĂŒr das zahlreich erschienene Publikum war es sehr bewegend zu erleben, wie das gemeinsame Interesse an der Schneller-Geschichte im Nahen Osten Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zusammenzufĂŒhren vermag. Diese Gemeinschaft wurde auch mit einem guten Abendessen gefeiert!

"Zum Abschluss gab es noch eine Tischrunde mit allen Rednern. Da saßen sie friedlich zusammen: drei Juden und drei Araber und ein Deutscher – bewegend!" (Bruder Matthias)


Vor dem Altar - von links nach rechts: Musa Almunaizel, Pfrin. Ulrike Wohlrab, Canon Robert Edmunds, Rev. Mark Brown, Abt Benedikt Lindemann OSB, Pfr. Andreas Maurer, Pfr. Michael Wohlrab, Pfarrvikar Martin Brons, Propst Uwe GrĂ€be, VolontĂ€r Sebastian Leib, Fr. Goosan Aljanian, OKR Jens Nieper, Pfr. Martin Vahrenhorst, Dr. Eberhard Freiherr von Perfall, Dr. Jakob Eisler, VizebĂŒrgermeisterin Naomi Tsur, Arch. Gil Gordon


Am Ende des Symposiums wurde der Altar mit der Feier des Heiligen Abendmahls, welches von anglikanischen und lutherischen PfarrerInnen konzelebriert wurde, wieder in Dienst gestellt.
Zu den GÀsten des Abends gehörten:
- die VizebĂŒrgermeisterin der Stadt Jerusalem, Frau Naomi Tsur,
- der stellvertretende ReprÀsentant der Bundesrepublik Deutschland in Ramallah, Herr Gerhard Schlaudraff,
- Oberkirchenrat Jens Nieper, EKD,
- Abt Benedikt Lindemann OSB , Dormitio Abtei,
- Fr. Goosan Aljanian, Chief Dragoman des Armenischen Patriarchats,
- Canon Robert Edmunds, Anglikanische Kirche,
- Rev. Mark Brown, Lutherischer Weltbund,
- Rev. Ibrahim Azar, ELCJHL,
- Pfr. Andreas Maurer und Herr Musa Almunaizel, Evangelischer Verein fĂŒr die Schneller-Schulen,
- Kern und Barbara Wisman von der Bahai-Gemeinschaft...
... und viele andere!


Beim Durchschneiden des Bandes vor dem Altar - von links nach rechts: Pfr. Michael Wohlrab, Pfr. Andreas Maurer, Dep. Rep. Gerhard Schlaudraff, Propst Uwe GrĂ€be, Diet Koster, Arch. Gil Gordon, Dr. Eberhard Freiherr von Perfall, VizebĂŒrgermeisterin Naomi Tsur, OKR Jens Nieper


Das vollstÀndige Programm finden Sie hier.
Eine Fotogalerie von der Versetzung des Altars finden Sie hier.



25. November 2010: Viertes Treffen des Rates der ReligionsoberhÀupter in Israel

Nachdem in den Jahren 2007, 2008 und 2009 die ersten drei Treffen dieses neu gegrĂŒndeten Rates nacheinander von den Juden, den Muslimen und den Drusen ausgerichtet wurden, waren nun in diesem Jahr die Christen dran: Die Begegnung fand im "Domus Galileae" der katholischen Neokatechumenatsbewegung oberhalb des Sees Genezareth statt.


Domus Galileae

Thema der Verhandlungen waren Religionsfreiheit und die Freiheit der GottesdienstausĂŒbung in Israel. Auch die EKD-Einrichtungen in Jerusalem waren auf dieser Begegnung vertreten. Hier ein Bericht des israelischen Außenministeriums ĂŒber die Veranstaltung.



21. November 2010: Volkstrauertagsfeier in Nazareth

Das Totengedenken zum Volkstrauertag hat in Israel stets einen besonderen Charakter. Der Einladung der Deutschen Botschaft zur Gedenkstunde auf dem Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg in Nazareth folgten auch in diesem Jahr wieder die Vertreter mehrerer diplomatischer Missionen, Kirchenvertreter und weitere Interessierte.
Eine ökumenische Andacht wurde zu diesem Anlass gemeinsam von Pater Elias Pfiffi OSB und Propst GrÀbe gestaltet.
Die Ansprache von Propst GrÀbe zum Volkstrauertag finden Sie hier.

Seit einiger Zeit werden diese Volkstrauertagsfeiern auch von einem lettischen Blogger (in russischer Sprache, aber mit vielen schönen Bildern) dokumentiert. Wir verlinken hier auf seine Seiten, erklĂ€ren dabei jedoch zugleich, dass wir auf die Inhalte externer Seiten keinen Einfluss haben und daher auch keine Verantwortung hierfĂŒr ĂŒbernehmen:

Volkstrauertag 2009 (a.)
Volkstrauertag 2009 (b.)
Volkstrauertag 2010



VolontÀrsprojekt 2010

Ein faszinierendes VolontĂ€rsprojekt aus dem vergangenen Sommer steht jetzt online: Rebecca Geiger musizierte mit ihrem Cello-Quartett nicht allein am Bethlehem-Checkpoint, sondern reiste zu Konzerten gar von Jerusalem ĂŒber Istanbul bis nach Teheran. Lesen Sie weiter...