Erloeserkirche
29.03.2017

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Mai 2011

31. Mai 2011: Abschied von Emil Abu Sa'da

Mehr als dreiunddrei√üig Jahre lang war Emil das "Gesicht der Propstei": Hier hat er die Rezeption geleitet, alle Telefonate entgegengenommen und manchen Kurierdienst f√ľr uns √ľbernommen. Nun wechselt er auf einen neuen Arbeitsplatz an der Dormitio-Abtei. Er wird uns fehlen!


Emil Abu Sa'da an der Rezeption - wie wir ihn kennen!



30. Mai 2011: Multireligi√∂ses Jahresgedenken f√ľr Sheikh Bukhari an der Propstei

Vor einem Jahr ist er verstoben - unser Freund und Partner Sheikh Abdul Aziz Bukhari (siehe auch unsere Nachricht vom 1. Juni 2010). Vor dem traditionelle muslimischen Jahresgedenken im Haus der Familie Bukhari an der Via Dolorosa kamen die j√ľdischen, christlichen und muslimischen Freunde des Sheiks auf Einladung von Propst Gr√§be zu einem multireligi√∂sen Jahresgedenken im Refekorium der Propstei zusammen. Es war uns eine besondere Freude, an diesem Abend auch Hala Bukhari, die Witwe des Sheikhs, sowie Izzedin Bukhari, seinen Sohn, in unserer Mitte zu haben. In einer bewegenden Ansprache erkl√§rte Izzedin, die interreligi√∂se Vers√∂hnungsarbeit seines Vaters fortf√ľhren zu wollen.


Der interreligiöse Freundeskreis von Sheikh Bukhari: Eliyahu McLean, Ibrahim Abu El-Hawa, Propst Uwe Gräbe, Rabbi David Rosen (von links nach rechts); (im Hintergrund: Albert Aghazarian, Izzedin Bukhari, Ofir Yarden)



Aktuell: Ein fachkundiges Lob f√ľr unsere perfekt gestimmten Orgeln

Was w√§re Gemeindearbeit ohne die Orgelmusik? Unsere beiden "K√∂niginnen der Instrumente" in der Erl√∂serkirche und in der Himmelfahrtkirche sind von Herrn Rainer Nass gemeinsam mit Frau Brigitte Haegert in diesem Fr√ľhjahr grundlegend √ľberholt worden. Gleich zweimal hat uns Herr Nass besucht: Im M√§rz/April, und dann noch einmal im Mai. Und dies, nachdem er die Erl√∂serkirchenorgel bereits im vergangenen Jahr schon einmal gereinigt hatte.

Rainer Nass


Das Ergebnis kann sich h√∂ren lassen. Der renommierte Orgelfachmann Dr. Markus Zimmermann aus March-Buchheim schreibt: "Selten kann ich mich an einer so exakt justierten Tastatur und so perfekt gestimmten Zungen erfreuen." (F√ľr den vollst√§ndigen Brief bitte hier klicken.) Ein herzlicher Dank an Rainer Nass und Brigitte Haegert!



17. Mai 2011: Gemeindeversammlung

In dieser Woche fand wieder unsere j√§hrliche Gemeindeversammlung statt, in welcher wir wesentliche Beschl√ľsse f√ľr das Gemeindeleben der kommenden zw√∂lf Monate gefasst haben.


TeilnehmerInnen der Gemeindeversammlung im Refektorium der Propstei


Die offizielle Einladung finden Sie hier.


Diet Koster bei der Berichterstattung


7. Mai 2011: Gottesdienst auf der jordanischen Seite des Toten Meeres

Einmal im Jahr feiert unser jordanischer Gemeindeteil einen Gottesdienst auf "seiner" Seite des Toten Meeres - so auch am vergangenen Samstag, unter dem Motto "Der Herr ist mein Hirte".


Am Abend nach dem Gottesdienst konnten wir dann einen phantastischen Sonnenuntergang √ľber dem Toten Meer erleben. Im Gegenlicht waren auch die T√ľrme Jerusalems so gut sichtbar wie sonst nur selten von Jordanien aus.
Hier eine Ausschnitssvergrößerung aus dem Foto oben:



1./2. Mai 2011: Yom Ha-Shoah

Das Gedenken des Yom Ha-Shoah ("Holocaust-Gedenktages") prägt auch unsere Arbeit in Jerusalem:


Propst Uwe Gräbe und Frau Karin Dengler bei der Kranzniederlegung in Yad Vashem am 2. Mai 2011. Foto/Copyright: Yad Vashem.


Gedächtnisgottesdienst in der Jerusalemer Erlöserkirche - von Michael Krupp

Am Vortag des israelischen Holocausttages, dem gestrigen Sonntag, fand in der evangelischen Erl√∂serkirche in der Jerusalemer Altstadt ein besonderer Gottesdienst statt, wie es einen solchen zuvor noch nicht gegeben hatte. Propst Uwe Gr√§be, ein Absolvent des Studienprogramms "Studium in Israel" an der Hebr√§ischen Universit√§t, hatte beschlossen, einen an die Schwere des Tages angepassten Gottesdienst abzuhalten. Vor der Predigt hatte er drei Sprecher eingeladen, zwei Freiwillige der Aktion S√ľhnezeichen, die √ľber ihre Erfahrungen berichteten, und eine Israelin, die 90j√§hrige Marianne Karmon.

Marianne Karmon stand im Altarraum, auf einem Stock gest√ľtzt mit zitternden Knien und berichtete von einem Erlebnis, wie sie als M√§dchen Deutschland verlassen hat, ein Erlebnis, von dem sie sagte, dass es ihre ganze sp√§tere Haltung zu Deutschen und Deutschland bestimmt hat. Marianne hatte sich schon fr√ľh der zionistischen Jugend angeschlossen, die sie auf die Ausreise nach Pal√§stina vorbereitete. Da Pal√§stina nicht erreichbar war, wurden die Kinder zur Vorbereitung in andere L√§nder geschickt. Marianne sollte nach Schweden. Ihre Mutter hatte ihr 5 Mark gegeben, falls sie unterwegs etwas essen wollte, Geld durften Juden ins Ausland nicht mitnehmen.

Marianne hatte nichts gegessen und so hatte sie ihre 5 Mark noch an der Grenze und gab sie auf Befragen dem Beamten ab. Als sie schon in der Reihe f√ľr das Exitvisum stand, kam der Beamte zu ihr und gab ihr zwei B√ľcher und sagte, er habe sie von den 5 Mark gekauft und sie solle wissen, dass nicht alle Deutsche so sind.

Propst Gr√§be sagte in seiner Predigt, er habe am √§u√üeren Aufriss des Gottesdienstes nichts √§ndern wollen und so auch an den Lesungen, obwohl diese nicht leicht seien an einem solchen Tag. Jesaja 40, 26-31, von der J√ľdin Karmon gelesen, mit den Versen "Er f√ľhrt ihr Heer vollz√§hlig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so gro√ü, das nicht eins von ihnen fehlt". Und zum Schluss fehlten sechs Millionen. Und der Johannestext im 20. Kapitel "Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die J√ľnger versammelt und die T√ľren verschlossen waren aus Furcht vor den Juden", "aus Furcht vor den Juden", ja waren denn die J√ľnger nicht auch alle Juden, fragte Gr√§be, und warum aus Furcht vor den Juden, sollten sie sich nicht eher vor den R√∂mern gef√ľrchtet haben, die Jesus gekreuzigt hatten?

Das Kreuzigungserlebnis der J√ľnger verglich Gr√§be mit dem Holocaust, ein Einschnitt im Leben, nach dem alles nicht mehr so ist, wie es einmal war. Ein bedenkenswerter Gottesdienst, der sich nicht dem Tag entziehen wollte, den Israel einmal im Jahr begeht und der unseren Alltag t√§glich bestimmen soll.

(COPYRIGHT: Michael Krupp, epd.
Nachdruck nur mit Genehmigung des Autors!)


Predigt von Propst Uwe Gräbe Gottesdienst am Vortag des Yom HaShoah, 01.05.2011

Predigt von Propst Uwe Gr√§be im Gottesdienst zu 50 Jahren Aktion S√ľhnezeichen in Israel, 06.03.2011


Unser Kranz in Yad Vashem




Mai 2011: Werbe-Video des Israelischen Tourismusministeriums

Das israelische Tourismusministerium hat bei uns diesen Videoclip als Einladung an alle potentiellen Jerusalem-Besucher produziert: