Erloeserkirche
27.07.2017

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Oktober 2011

6. und 29. Oktober 2011: Die Propstei als GesprĂ€chspartner und kulturelles Zentrum fĂŒr Israelis und PalĂ€stinenser

Fast tĂ€glich empfangen wir an der Propstei israelische und palĂ€stinensische GesprĂ€chspartner. Zuweilen interessieren sich dabei auch herausragende Persönlichkeiten fĂŒr unsere Arbeit, oder es finden kulturelle Veranstaltungen statt, die die Verbundenheit der einen oder der anderen mit dieser Stadt in besonderer Weise sichtbar werden lassen.
So besuchte uns am 6. Oktober der BĂŒrgermeister der Stadt Jerusalem, Nir Barkat, gemeinsam mit der VizebĂŒrgermeisterin, Naomi Tsur, sowie mehreren StadtrĂ€ten und Abteilungsleitern des Rathauses.


Von links nach rechts: VizebĂŒrgermeisterin Naomi Tsur, Propst Uwe GrĂ€be, BĂŒrgermeister Nir Barkat, Bischof Munib Younan. Foto (c): Jeremias Schmidt.


In den GesprĂ€chen ging es unter anderem um so profane Fragen wie die der stĂ€dtischen Steuern und der Straßennutzung im Muristan. DarĂŒber hinaus hob BĂŒrgermeister Barkat die Rolle der Erlöserkirche als KulturtrĂ€gerin in der Stadt hervor. Bei dem ehrgeizigen Programm der Stadt Jerusalem, ihre Besucherzahlen in den kommenden Jahren noch erheblich zu steigern, komme den Kirchen eine zentrale Funktion zu.

Am 29. Oktober schließlich war die palĂ€stinensische "Al-Ma'amal Stiftung fĂŒr Gegenwartskunst" (http://www.almamalfoundation.org/) an der Propstei zu Gast:


In der Mitte: Die KĂŒnstlerin Rania Khalil


Im Rahmen der "Jerusalem Show" dieser Stiftung fĂŒhrte die KĂŒnstlerin Rania Khalil hier eine Tanz-Performance unter dem Titel "Plan to Stay a Believer" auf. Aus der Tradition des Butoh-Tanzes hatte Rania Khalil eine semi-improvisierte Performance entwickelt, in welcher Ort, Emotionen und Publikum zu einer Einheit miteinander verknĂŒpft wurden.



9. Oktober 2011: Die historische Goethe-Ausgabe des Syrischen Waisenhauses Jerusalem trifft an der Theodor-Schneller-Schule in Amman ein

"Manchmal schreibt das Leben auch im notorisch unruhigen Nahen Osten ein paar richtig gute Geschichten: Ein deutscher Jude, der gerade der Shoah entkommen ist, birgt als israelischer Soldat 1948 alte deutsche BĂŒcher aus einer ehemals deutschen Institution in Israel, um sie bei seinem ersten Besuch in einem arabischen Land mehr als sechs Jahrzehnte spĂ€ter den Rechtsnachfolgern ebenjener Institution zurĂŒckzugeben, wodurch arabische Kinder, die teilweise die Enkelkinder palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge von 1948 sind, letztendlich eine Chance bekommen, Deutsch zu lernen..."


Theodor Schneller Schule (oben links), die Goethe-Ausgabe von 1827 (unten rechts) und das Ehepaar Eppstein beim GrenzĂŒbertritt unter einem Portrait des jordanischen Königs Abdallah (großes Bild Mitte)


Die Odyssee der historischen Goetheausgabe, ĂŒber die wir bereits am 4. September berichtet haben (siehe Nachrichtenarchiv oder kompletter Text hier) ist nun an ein Ende gekommen: Auf seiner ersten Reise in ein arabisches Land hat der 86-jĂ€hrige Dr. Ury Eppstein gemeinsam mit seiner Frau die BĂŒcher im Rahmen eines Festaktes an der Theodor Schneller Schule in Amman ĂŒberreicht. Wir sind froh und dankbar, dass wir dieses Projekt auf den Weg bringen und begleiten durften. Auch die Presse hat ausfĂŒhrlich darĂŒber berichtet:

In den Medien:

- JĂŒdische Allgemeine Zeitung vom 8. Dezember: "Die wundersame BĂŒcherrettung".

- Eine Reportage von Ulrich Leidholdt im WDR (zum Anhören bitte bis zum vierten Beitrag herunterscrollen). (Oder Sounddatei hier.)

- Bericht auf der kroatischen Website der Deutschen Welle (auf Kroatisch).

- Radiomitschnitt zum Anhören (auf Kroatisch) auf der kroatischen Website der Deutschen Welle.

- Bericht in der kroatischen Zeitung "Nacional".

- Bericht aus dem Schneller-Magazin September 2011

- "Farewell fĂŒr Goethe" - eine Veranstaltung an der Erlöserkirche am 4. September 2011 - auf den Internetseiten der deutschen Botschaft Tel Aviv

- Ein Dokumentarfilm von Gerhard Schick und Miriam Jakobs (www.filmundkontext.de/) ist in Vorbereitung.




8. Oktober 2011: 40-jÀhriges JubilÀum der Schuke-Orgel in der Erlöserkirche

Im Oktober 1971 wurde die neue Orgel in die Erlöserkirche eingebaut; am Reformationstag, dem 31. Oktober 1971, wurde sie feierlich eingeweiht.


Aus diesem Anlass fand nun ein festliches JubilĂ€umskonzert mit KMD Kilian Nauhaus (Bild) aus Berlin statt. Auf dem Programm standen StĂŒcke von J. S. Bach, F. Mendelssohn-Bartholdy, Alain, u.a. Dabei wurde vor allem immer wieder der musikalische Bogen zwischen Deutschland, Frankreich und Jerusalem geschlagen. Erst nach minutenlangem Applaus und einer weiteren Zugabe begab sich das Publikum anschließend in den Kreuzgang, wo mit dem KĂŒnstler angestoßen wurde und noch manch begeisterter Kommentar zu hören war.
Am kommenden Reformationstag, dem 31. Oktober 2011, werden aus dem selben Anlass festliche OrgelklÀnge im Reformationstagsgottesdienst zu hören sein. An der Orgel ist dann unsere eigene Kirchenmusikerin, Frau Elke Pfautsch.


2. Oktober 2011: EinfĂŒhrungen in Jerusalem

Im Gottesdienst an der Erlöserkirche wurden an diesem Sonntag unsere neu berufenen KirchenĂ€ltesten unter dem Segen Gottes feierlich in ihren Dienst eingefĂŒhrt. Wir danken Herrn Götz Lingenthal und Herrn David Kannemann, dass sie bereit sind, dieses Amt in unserer Gemeinde auszuĂŒben und wĂŒnschen ihnen von Herzen GlĂŒck und Gottes Segen!


Die neuen inmitten der alten KirchenÀltesten: Götz Lingenthal (2.v.l.) und David Kannemann (5.v.l.)


Am Nachmittag waren wir dann bei unseren katholischen Geschwistern eingeladen: Die Benediktinerabtei Dormitio B.M.V. beging mit einem festlichen Gottesdienst und einem Empfang die Benediktion ihres neuen Abtes, Abt Gregory Collins OSB.


Propst und Abt.


Als Vertreter der Einrichtungen von "Evangelisch in Jerusalem" waren die stellvertretende Vorsitzende unseres Kirchengemeinderates, Diet Koster, die KirchenĂ€lteste und Pastorin Dr. Petra Heldt, Verwaltungsleiterin Anja Werth, Pfarrer Michael Wohlrab und Propst Dr. Uwe GrĂ€be gekommen. Das Grußwort von Propst GrĂ€be im Festgottesdienst können Sie hier nachlesen.


Video: Das MittagsgelÀut der Erlöserkirche