Pilger
18.10.2018

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Archivierte Nachrichten aus dem Jahr 2009

Herbst 2009: Renovierung des Kaisersaals

Intensiv sind wir in diesen Tagen mit der Restaurierung des kaiserlichen Festsaals der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung auf dem Ölberg beschäftigt. Seit dem verheerenden Erdbeben von 1927 war der Saal niemals fachgerecht restauriert worden. Die kostbaren Bemalungen und die abbröckelnden Schlagmetallvergoldungen waren hinter mehreren Schichten von Putz und grauer Farbe verschwunden. Nun ersteht alles langsam wieder in seiner alten Pracht. Die Wände sind bereits fertig und beeindrucken jeden Besucher.

Als einen Ort der Begegnung von Israelis, Palästinensern und Deutschen, sowie von Juden, Christen und Muslimen wollen wir den Kaisersaal im kommenden Jahr wieder in Betrieb nehmen. Noch fehlen uns dazu die Finanzen für Beleuchtung, Belüftung, Beschallung und Bestuhlung. Aber mit viel Energie arbeiten wir auf dieses Ziel hin!
Vielleicht mögen auch Sie uns unterstützen?


27. September 2009: Wahlparty im Café Auguste Victoria

"Steinmeier bleibt Außenminister" - so fasste der Moderator des Abends, Christoph Schult vom "Spiegel", das Ergebnis einer nicht-repräsentativen Wahl-Abstimmung unter den Gästen dieses Abends zusammen. Um nach einer kurzen Pause hinzuzufügen: "unter einer Bundeskanzlerin Renate Künast!"
In der Tat hatten mehr als 40% der Anwesenden die Grünen "gewählt", während die SPD auf 26% kam, und die CDU nicht ganz 21% erreichte.
Aber auch die realen Wahlergebnisse, die da im Laufe des Abends über die Großbildleinwand flimmerten, wurden unter denen, die da aus der deutschsprachigen Community Jerusalems gekommen waren, engagiert kommentiert und diskutiert.
Dass auch für das leibliche Wohl gesorgt war, das verdanken wir dem Einsatz unseres Café-Teams sowie einer finanziellen Unterstützung des Vertretungsbüros der Bundesrepublik Deutschland in Ramallah. Dafür sagen wir herzlich: Danke!


Dienstag, 23. Juni: Sounding Jerusalem bringt Himmelfahrtkirche zum Klingen

„(Ba)Rock ′n′ Roll Reloaded“ hieß es am Dienstag, den 23.8. in der Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg. Doch wer von den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern an diesem Abend Hits von Jimi Hendrix oder den Rolling Stones erwartet hätte, wäre nicht auf seine Kosten gekommen: auf dem Programm standen die „Barocker“ Telemann, Vivaldi, Bach und Marcello.


Doch enttäuscht war deswegen niemand! Die Musiker von „Sounding Jerusalem“ aus Österreich, Italien und Frankreich interpretierten die Werke der alten Meister mit großer Präzision und Spielfreude, so dass sich alle einig waren, dass es ein ganz besonderer Abend war.

Erstes Bild: Die gut gefüllte Himmelfahrtkirche; Zweites Bild: der Cellist und künstlerische Leiter von "Sounding Jerusalem" Erich Oskar Huetter und der Cembalist Gianluca Capuano.
Fotos © www.bigshot.at/christian jungwirth


Freitag, 19. Juni: Comics im Heiligen Land; Comiczeichner Guy Delisle auf dem Ölberg

Shenzhen, Pjöngjang, Burma – wohin er auch geht, folgt Guy Delisle ein kleines, scharfnasiges Männchen: Sein Comic-Ich. Es durchleidet Kulturschocks und gerät in skurrile Situationen in der Begegnung mit Einheimischen. In Crocks schlendert Comic-Guy jetzt auch – gemeinsam mit seinem Vorbild und Schöpfer aus Fleisch und Blut – durch Israel.



Am Freitag stellte der kanadische Comiczeichner auf dem Ölberg seine Arbeit vor. Anhand vieler Beispiele konnten die anwesenden Interessierten nachvollziehen, wie ein Comic entsteht. Beim Durchblättern des Skizzenbuches von Delisle begegneten einem „alte Bekannte“, wie der Felsendom, das Georgskloster oder „die Mauer“ mit neuem Gesicht – eben im Comic-Stil.

Obwohl der Comic kostengünstig ist und somit ein reizvolles Ausdrucksmittel sein könnte, sieht Guy Delisle, der auch Workshops in der Westbank gibt, das Entstehen einer Comic-Kultur in den palästinensischen Gebieten kritisch. Zu viele kulturelle und auch religiöse Hindernisse stehen dem zur Zeit noch im Weg.

Zur Zeit kann man auch die Abenteuer des Comic-Guy in Israel nur auf Delisles Homepage (http://www.guydelisle.com/) verfolgen. Doch wer weiß – vielleicht reiht sich neben die von ihm veröffentlichen Comic-Bände Shenzhen, Pjöngjang und Burma bald auch ein „Jerusalem“?!


Ostersonntag, 12. April 2009:

Um 5:30 Uhr fand auf dem Ölberg unsere traditionelle Osternachtsfeier statt. Noch im Dunklen trafen wir uns dazu im Garten unseres Archäologischen Instituts.



Unter der liturgischen Leitung von Pfarrerin Ulrike Wohlrab, Pfarrer Michael Wohlrab und Bruder Stephan hatte sich eine kleine Gruppe von Mitwirkenden zusammengefunden, die die Gemeinde auf die Ankunft des Osterlichtes einstimmten.

Als sich dann im Osten über den Bergen Moabs in sattem Orange die Sonne erhob, konnten wir uns von ganzem Herzen zurufen:

Christus ist auferstanden - er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!