Pilger
23.05.2018

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Die Gemälde in der Himmelfahrtkirche

In der Himmelfahrtkirche finden sich einige wichtige Gemälde, die allerdings über die Jahrzehnte beschädigt wurden und dringend restauriert werden müssten. Für Spenden zum Erhalt dieser Werke sind wir Ihnen dankbar.

Von dem Orientmaler Felix Possart(* 7. März 1837 in Berlin; † 24. Februar 1928 ebenda) findet sich das 1896 entstandene Bild "Einzug Christi in Jerusalem"
Felix Possart studierte in Marokko 1891 altmaurisches Leben und Trachten und war 1899 selbst in Palästina.



Der Erfinder der Lingnerfarbe Otto Theodor Gustav Lingner (*1856 in Kolberg, bis 1930 in Berlin nachweisbar) war 1877 bis 1881 Schüler der Berliner Akademie. Von 1883 bis 1887 arbeitete er an den dekorativen Malereien A. Fitgers (1840-1909) in Bremen und Hamburg mit und war seit 1887 in Berlin ansässig. Er war als Porträt- und Genremaler tätig.




Die heilige Nacht

In der östlichen Empore der Himmelfahrtkirche hing lange Zeit kaum beachtet ein Bild, das Maria mit dem Kind umgeben von Hirten und Stalltieren zeigt. Das Gemälde heißt „Die heilige Nacht“ und wurde von Christian Wilhelm Ernst Dietrich (1712-1774) angefertigt. Er kopierte das berühmte Bild „La Notte“ des italienischen Renaissancemalers Antonio da Correggio (1489-1534), das in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden zu sehen ist. Im September 2011 wurde das Kunstwerk von israelischen Restauratoren für die Verschiffung nach Deutschland vorbereitet. Das Ölgemälde hing ursprünglich im Neuen Palais in Potsdam und kam als Geschenk Kaiser Wilhelms II. nach Jerusalem. Anfang 2012 ist es nach Potsdam gereist und wurde dort restauriert. Ab April 2012 wurde es in der Potsdamer Ausstellung „FRIEDERISIKO – Friederich der Große“ als Leihgabe aus Jerusalem gezeigt. Die Ausstellung fand von Ende April bis Ende Oktober 2012 zu Ehren des 300. Geburtstags von Friedrich dem Großen statt. Das Bild hängt bis auf weiteres an seinem ursprünglichen Platz, in der Blauen Kammer Friedrichs im Neuen Palais. Es ist eines der wenigen noch erhaltenen Kunstwerke der Original-Ausstattung. Der König hatte die Kopie damals anfertigen lassen, um seinen Sieg über die Sachsen zu demonstrieren. "So zeigte sich der Preuße als gütiger König, der sich mit der Kopie zufrieden gab, obwohl er das Original einfach hätte beanspruchen können." erläuterte Dr. Alfred Hagemann, ein Mitarbeiter der Stiftung Preußische Schlösser und Museen.