Pilger
16.08.2018

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Stickereien

Idna ist ein abgelegenes Dorf südwestlich der Stadt Hebron. Neben einer unzureichenden Gesundheitsversorgung und einem mangelhaften Bildungssystem leidet das Dorf vor allem unter seiner hohen Arbeitslosigkeit.

1998 schloss sich eine Gruppe von Frauen zur „Idna Ladies’ Association“ zusammen. Ziel dieses kleinen Projektes war, der Arbeitslosigkeit zu begegnen und Einkommen für die Familien der beteiligten Frauen zu schaffen. Mit der Hilfe von Toshiko Mizumoto, einer japanischen Designerin und Schneiderin, haben 31 begeisterte Frauen Fertigkeiten in Design, Nähen, Qualitätskontrolle, Lagerhaltung und Finanzmanagement erworben. Inzwischen konnten die Frauen von einem bescheidenen Raum in eine Werkstatt umziehen, ausgestattet mit Maschinen und Arbeitstischen.

Das Projekt hat das Leben der Frauen verändert. Mit einem Einkommen zwischen 50 US-$ und 120 US-$ im Monat sind viele von ihnen Hauptverdienerinnen ihrer verarmten Familien. Als solche und durch den Erwerb der vielfältigen Fähigkeiten konnten die Frauen einen Sinn für Unabhängigkeit und Selbstwert entwickeln.

Die „Idna Ladies’ Association“ ist der Palästinensischen Fair Trade Organisation Sunbula angeschlossen und hat sich damit den Prinzipien des fairen Handels verpflichtet, zu denen unter anderem die Aufrechterhaltung gerechter Arbeitsbedingungen und Löhne gehören.